🏹 Die konkreten PlĂ€ne fĂŒr den Schwarzen Adler

Lesen Sie in folgendem Beitrag, wie das verfallene GebÀude bald wieder das beste Haus am Platze werden soll.

🕑 Lesezeit: 3 Minuten

Das GerĂŒcht hĂ€lt sich seit Monaten: Das Hotel „Schwarzer Adler“ soll wieder auf Vordermann gebracht werden. Jetzt gibt es konkrete Sanierungsideen. Auch die SĂ€chsische Zeitung berichtet vorab in ihrer Onlineausgabe.

Der Schwarze Adler im Jahre 1909. FĂŒr eine vergrĂ¶ĂŸerte Darstellung bitte auf das Bild klicken.

Christian Flörke, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) informierte gegenĂŒber der SĂ€chsischen Zeitung ĂŒber die Ideen, das unter Denkmalschutz stehende GebĂ€ude wieder zum besten Hause am ehemaligen Königsplatz – heute Dohnaischer Platz – zu machen. Die SEP hat Haus und GrundstĂŒck bereits Anfang diesen Jahres erworben.

Die SĂ€chsische Zeitung berichtet, dass das GebĂ€ude wieder zu einem Hotel mit Gastronomie entwickelt werden soll. Im Erdgeschoss des Hotelkomplexes sollen dem Hotel untergeordnet einige GeschĂ€fte beziehungsweise Handel einziehen, der Saal und die sogenannte Beletage im ersten Obergeschoss sollen erneuert werden. „Schwerpunkt ist aber Hotel und Gastronomie“, so Flörke.

„Ziel ist, das Ensemble wieder nach historischem Vorbild als innerstĂ€dtisches Hotel zu erneuern und mit Leben zu fĂŒllen“, so Flörke gegenĂŒber der SĂ€chsischen Zeitung. Die Baumaßnahmen am Schwarzen Adler könnten Ende 2021 beginnen.

Der Schwarze Adler 1973 und 2020

Auch im Umfeld des Schwarzen Adlers sollen bauliche VerĂ€nderungen dazu beitragen Breite Straße, Scheunenhofcenter und Altstadt zu einem Ensemble zu verbinden. Ebenso wurde die Umverlegung des Brunnens zurĂŒck an seinen ursprĂŒnglichen Platz vor das Hotel bereits im Stadtrat beschlossen.

Hier sehen Sie den Variantenvergleich zur Neugestaltung der unteren Breite Straße und des Dohnaischen Platzes. Die Beschlussvorlage des Stadtrates mit der Voruntersuchung zur Umgestaltungsmaßnahme finden Sie hier.

Die Geschichte des Schwarzen Adlers

Das Hotel blickt auf eine lange und interessante Geschichte zurĂŒck, obwohl man es ihm nicht ansieht. Als Gasthaus um 1550 erbaut, erhielt es den Namen „Niederes Zschackenthal“, was im Sorbischen so viel wie Warte oder Herberge bedeutet.

Nach völliger Zerstörung nach dem Pirnschen Elend 1639 wurde es wieder aufgebaut. Im Jahre 1744 taucht erstmals die Bezeichnung „Zum Schwarzer Adler“ auf. Das geht aus einem Beschwerdebrief des damaligen Besitzers Johann Carl Kluge hervor, der sich ĂŒber die Eröffnung des Gasthofes „Zum Blauen Hecht“ auf der ehemaligen Waisenhausstraße (heute: Clara-Zetkin-Straße) aufregte und wohl Konkurrenz vermutete.

Seine BlĂŒtezeit erlebte das Haus Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert, als nach vollstĂ€ndigen Renovierungen der Besitzer Carl Weber die GastrĂ€ume vergrĂ¶ĂŸern und einen Tanzsaal errichten ließ. 1907 wurde es feierlich wiedereröffnet. Die wunderschöne Glasveranda zur Straße hin kann man sich beim heutigen Anblick nur noch schwer vorstellen.

Eine sozialistische GeneralĂŒberholung nahm dem GebĂ€ude völlig das Gesicht, ein „Allerweltsputz“ wurde auf die Fassade aufgebracht, gekrönt mit avantgardistisch anmuteten Leuchtbuchstaben.

Von K. Marth | Kuratorium Altstadt e.V.


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