● 16.9.2021 | Blackout in Pirna – So schnell kommt es zum Notfall

🕑 Lesezeit: 2 Minuten

Am Montagnachmittag, 13. September 2021 kam es um 13.53 Uhr in Folge eines Zwischenfalls im Einspeise-Umspannwerk Dresden-Süd zu einem massiven, circa einstündigem Stromausfall im Großraum Dresden, von dem auch die Pirnaer Haushalte betroffen waren.

Waschmaschinen blieben stehen, das Essen auf dem Herd wurde kalt, so mancher Verkehrsteilnehmer hatte seine Schwierigkeiten mit ausgefallenen Ampelanlagen, Telefonate waren teilweise nicht möglich und es kam zu Internet-Ausfällen.

Fast jeder von uns bemerkte in diesen Momenten, wie abhängig unser Leben von einer stabilen und sicheren Stromversorgung ist. Am Montag mussten wir feststellen, dass diese nicht selbstverständlich ist und Viele fragten sich, ob sie wohl ausreichend auch auf einen länger andauernden Stromausfall vorbereitet sind.

Während das Landratsamt bereits Vorkehrungen festgelegt und Notfallpläne für einen 7 Tage anhaltenden Stromausfall entwickelt hat, weiß ich aus Gesprächen der letzten Tage, dass die wenigsten Pirnaer keine oder unzureichende Vorsorge für ein derartig massives Schadensereignis getroffen haben.

Kaum jemand weiß, wie schnell bei eisigen Außentemperaturen eine Wohnung ohne Strom und Heizung auskühlt. Wem bekannt ist, dass im Landkreis nur wenige Tankstellen mit Notstrom ausgerüstet sind und im Falle einer Notlage vorrangig Krankenwagen, Feuerwehr- und andere Einsatzfahrzeuge betankt werden, sorgt dafür, dass der Tank seines Autos mindestens immer halb voll ist.

So gehören auch eine einfache, zum Beispiel über Gaskartuschen betriebene Kochmöglichkeit in Form eines Campingkochers und ein Vorrat für 14 Tage an Fertiggerichten und Nahrungsmitteln, die lediglich noch erwärmt werden müssen, zur Grundvorsorge und Grundausstattung. Preisgünstig gibt es Campingkocher zum Beispiel auch im Baumarkt, bei Wressmann und Pfennigpfeiffer.

Auch Getränke und Trinkwasser sowie Streichhölzer und Kerzen in größeren Mengen, ein vollgeladenes Handy, eine kurbelbetriebene Notlampe, ein batteriebetriebenes Radio und natürlich Batterien ständig im Haushalt zu haben, wird sich im Ernstfall als eine gute Idee herausstellen.

Hier finden Sie einen Vorratskalkulator, mit dem Sie Ihren persönlichen Vorrat für 1 – 28 Tage berechnen können.

Zudem empfiehlt es sich, den Ernstfall zumindest auch gedanklich einmal durchzuspielen und dabei die Familienangehörigen und Nachbarn mit einzubeziehen, damit Abläufe im Ernstfall besprochen sind und jeder weiß, wie er sich im Notfall zu verhalten hat.

Zur Vorsorge für den Notfall sei an dieser Stelle auch auf die Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hingewiesen. Dort erhalten Sie alle Informationen und wertvolle Tipps zur Vorsorge für den Ernstfall. Alles Wissenswerte und Checklisten kam man über diese Seite auch in gedruckter Form kostenfrei nach Hause geschickt bekommen.

Bereiten Sie sich auf den Fall der Fälle vor

Ist ein Notfall erst eingetreten, ist es für Vorsorgemaßnahmen meist zu spät. Wenn es brennt, müssen Sie sofort reagieren. Wenn Sie und Ihre Familie evakuiert werden müssen, können Sie nicht erst beginnen, Ihr Notgepäck zu packen. Wenn der Strom für Tage ausfällt, sollten Sie einen Notvorrat im Haus haben.

Deshalb ist es wichtig, Vorsorge zu treffen. Wie vorsorglich sind Sie?


Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Diese finden Sie hier.

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